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Eine Schamlippenkorrektur dient dazu, die natürliche Form der Vagina wiederherzustellen, die durch die Vergrößerung und das daraus resultierende Erschlaffen der inneren und äußeren Schamlippen entstanden ist.

Die inneren kleinen Schamlippen (Labia minora) sind gekrümmte Strukturen, die sich vom oberen Ende der Klitoris bis unter die Vaginalöffnung erstrecken. Es ist natürlich, dass die kleinen Schamlippen etwas über die äußeren Schamlippen hinausragen, doch übermäßig lange Schamlippen können das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigen und funktionelle Probleme verursachen. Postoperativ erhält die Vagina ein natürliches Aussehen zurück, sodass die Patientin Kleidung wie Bikinis und Hosen bequemer tragen kann und das Risiko von Vaginalinfektionen sowie mangelnder oder unzureichender Vaginalhygiene reduziert wird.

In manchen Fällen können die äußeren Schamlippen, auch Labia majora genannt, strukturell länger, größer oder asymmetrisch als normal sein. Dies kann dazu führen, dass sich die großen Schamlippen beim Geschlechtsverkehr durch das Stoßen des Penis dehnen und Schmerzen verursachen. In diesen Fällen können die kleinen Schamlippen auf ihre normale Größe verkleinert und ihr natürliches Aussehen wiederhergestellt werden.

Behandlungsablauf
Eine Schamlippenkorrektur beschädigt das Jungfernhäutchen nicht und beeinträchtigt weder Geschlechtsverkehr, Orgasmus, Schwangerschaft noch Geburt. Der Eingriff kann unter örtlicher Betäubung oder, mit Einwilligung der Patientin und des Chirurgen, unter Vollnarkose durchgeführt werden und dauert etwa eine Stunde. Da die verwendeten Nähte selbstauflösend sind, ist eine postoperative Entfernung nicht erforderlich. Es wird kein Verband angelegt. Die Patientin hat keine postoperativen Probleme beim Wasserlassen und verspürt keine übermäßigen Schmerzen oder Brennen im Operationsbereich. Ein leichtes Brennen und Druckempfindlichkeit in den ersten zwei bis drei Tagen nach dem Eingriff sind normal. Zwei Tage nach dem Eingriff können Patientinnen wieder duschen. Die Wundheilung dauert etwa eine Woche. Geschlechtsverkehr ist drei bis vier Wochen nach dem Eingriff wieder möglich. Die Narbe verheilt etwa einen Monat nach dem Eingriff unmerklich.

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